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Abdichtungsarbeiten

Unter den Abdichtungsarbeiten versteht man alle Arten von Bauwerksabdichtungen, die das Gebäude vor eindringender Feuchtigkeit schützen sollen. Der Baumeister übernimmt in der Regel die unterirdische Abdichtung des Gebäudes gegen das Erdreich, sowie das Abdichten von Bodenplatten. Andere Abdichtungsarbeiten von z.B. Dächern, Balkonen, Terrassen, Fassaden kann auch der Baumeister übernehmen oder ein darauf spezialisiertes Unternehmen. Im Folgenden beschreiben wir die notwendigen Abdichtungsarbeiten an einem Bauwerk.


 

Abdichten vertikaler Wände gegen Erdreich

Um das Eindringen von Feuchtigkeit und Wasser, das im Erdreich vorhanden sein kann zu vermeiden, werden die Wände gegen das Erdreich entsprechend abgedichtet. Wände gegen Erdreich sind üblicherweise die Kellerwände. Steht das Gebäude im Hang, können die Abdichtungsarbeiten der Wände, auch über das Kellergeschoss hinaus, notwendig sein. Die gängigste Lösung ist das nachträgliche Auftragen mehr … Möchten Sie weiterlesen? Registrieren Sie sich kostenlos!

Bitumen- Dickbeschichtungen: Empfiehlt sich für feuchte/nasse Böden. Die Abdichtungsschicht kann je nach Feuchtigkeitsgrad des Bodens 2 – 4mm betragen. Sie bildet somit eine geschlossene Schicht. Vorteil dieser Bitumen- Spachtelmassen ist die Klebewirkung für die anschließend zu verlegenden Dämmplatten. Gegen drückendes Wasser sollte die Abdichtung mittels Bitumen-Schweißbahn erfolgen, eine zweilagige Dickbeschichtug kann unter Umständen nicht ausreichend sein.

 

Polyethylen- Noppenbahnen und Filtersteine

Sie finden ebenfalls bei den Abdichtungsarbeiten Anwendung. Sie funktionieren wie eine vertikale Drainageschicht entlang der gesamten erdeingedeckten Wandhöhehöhe. Die Bahnen leiten das Grund- und Oberflächenwasser schnellstmöglich in die Tiefe ab.

Noppenbahn: ist die preisgünstigere Variante und erfüllt weitgehend ihren Zweck, sofern beim Wiederverfüllen auf ihre Unversehrtheit geachtet wird.

Filtersteine: bieten beim Wiederverfüllen einen guten mechanischen Schutz gegen Beschädigungen an der Dämmschicht bzw. an der Oberflächenabdichtung.

Noppenbahn  Filtersteine auf Dämmung Filtersteine auf Betonwand

 

WU-Beton (wasserundurchlässiger Beton) ist eine weitere Möglichkeit der Bauwerksabdichtung.

WU-Beton bezeichnet einen Beton mit besonders hohem Wassereindringwiderstand. Es ist ein sehr dichter Beton, der kaum Kapilarräume aufweist, die das Eindringen von Wasser ermöglichen würden. Die Verwendung von WU-Beton zu Abdichtung von Bauwerken, die im Erdreich mit hohem Wasseraufkommen oder überhaupt im Grundwasser liegen, wird als “weiße Wanne” bezeichnet. Eine zusätzliche Dichtschicht aus Bitumen ist in der Regel nicht erforderlich, aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen.

Schutz gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit

Als Schutz gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit (Wasser, das sich in den Wänden hochzieht), die bei Ton- Hochlochziegeln zu Feuchteschäden und Schimmelbildung führen kann, können Betonziegel bzw. Leichtbetonziegel (Leca) oder Trennlagen verwendet werden.

 

BetonziegelSie sind feuchtigkeitsbeständig und haben keine Kapillaren, welche die Feuchtigkeit weiter nach oben leiten. In den Untergeschossen empfiehlt sich deshalb, unter den Mauern aus Tonziegeln eine Reihe Betonziegel oder Leichtbetonziegel vorzusehen. Diese Lösung wendet man sowohl bei tragenden, als auch bei nichttragenden Wänden an. Die Ausführung wird in der Ausschreibung nicht in einer eigenen Position angegeben, sondern gehört zu einer fachgerechten Ausführung der Wände des Baumeisters.

 

BitumenIn Kellerräumlichkeiten werden Betonziegel als Feuchtigkeitsbarriere verwendet. In den Obergeschossen hingegen bzw. in den Wohnbereichen, werden waagerechte Bitumenstreifen (“tagliamuro”) unter den Ziegelmauerwerken, als Schutz gegen aufsteigende Feuchtigkeit, verlegt. Alternativ zu den Bitumenstreifen können auch Schalldämmstreifen verwendet werden, jedoch nur unter den nichttragenden Trennwänden. Mehr dazu unter Schallschutz.


 

Abdichten von Fundamentplatten

Um eventuell aufsteigende Feuchtigkeit zu stoppen, können Fundamentplatten oberseitig mit einem mehr … Möchten Sie weiterlesen? Registrieren Sie sich kostenlos!


 

Abdichten von Terrassen und Flachdächern

 

 Quelle: Bauplus – Bruneck

 

Terrassen und Flachdächer werden entweder mit Kunststoffabdichtungen oder mittels Bitumenschweißbahnen wasserfest abgedichtet. Diese Arten von Abdichtungen werden zwar auch vom Baumeister angeboten, jedoch werden Sie meist von spezialisierten Unternehmen für Abdichtungen durchgeführt. Siehe auch Bauwerksabdichtungen.

Sie können also entweder den Baumeister damit beauftragen oder direkt die spezialisierten Unternehmen für Bauwerksabdichtungen kontaktieren.

Kunststoffdachbahnen

Kunststoffdachbahnen unterscheidet man hauptsächlich in PVC-Dachbahnen (Polyvinylchlorid) und TPO/FPO-Dachbahnen (Polyolefin-Legierungen). Am Markt gibt es noch weitere Kunststoffdachbahnen, doch werden diese hier nicht näher erläutert, da die zuvor genannten die beiden Hauptgruppen vertreten. TPO/FPO-Dachbahnen sind in dessen Eigenschaften den etwas veralteten PVC-Dachbahnen überlegen.

Die Bahndicke ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Die Bahnen sind in den Dicken von 1,2 mm, 1,5 mm, 1,8 mm, 2,0 mm und 2,4 mm erhältlich. Je dicker die Dachhaut, desto sicherer ist sie gegen Beschädigungen. Des Weiteren sind Kunststoffdachbahnen mit oder ohne Armierungsgewebe erhältlich. Kunststoffdachbahnen mit Glas- oder Polyestervlies-Einlagen haben eine höhere Reißfestigkeit gegenüber Bahnen ohne Armierungsgewebe.

Bei der Abdichtung mit Kunststoffdachbahnen werden die einzelnen Bahnen stoßüberlappend verlegt und durch das Erwärmen mittels einer Heißluftpistole miteinander verschweißt.

Die Kunststoffdachbahnen können bereits nach wenigen Tagen auf der frisch betonierten Betondecken verlegt werden.
Sollte Wasser durch ein Loch in der Abdichtung eindringen, so kann es sich in beliebiger Richtung unterhalb der Haut ausbreiten und an einer entfernten Stelle durch die Decke dringen. Die Suche nach der schadhaften Stelle stellt in solchen Fällen eine Herausforderung dar. 

 

Zu einer fachmännischen Verlegung gehört auch die Verlegung eines Schutzvlieses auf dem sauberen Untergrund, gefolgt von der Kunststoffdachbahn. Die Kunststoffdachbahn wird anschließend mittels Schutzbeton oder speziellen Schutzmatten gegen Beschädigungen geschützt.

Folgende Lösungen bieten sich an:

  • Schutzvlies + PE-Trennlage + Schutzbeton
  • Drän-Filterschicht + Schutzbeton

Da jedoch weitere Schichten notwendig sein können, z.B. die Dämmung, verweisen wir auf die Bauberatung Terrassen und Flachdächer.

Tippwalter

Randaufkantung und Maueranschluss der PVC Haut

Damit Wasser an den Deckenrändern nicht unter die Abdichtung dringen kann, wird diese an den Deckenenden über den Deckenrand hängen gelassen. An aufgehenden Gebäudemauern oder Brüstungsmauern wird die Abdichtung entlang der Mauer hochgezogen und dort mit Hilfe eines Maueranschlussprofils wasserdicht befestigt.

 

Abdichtung des Deckenrandes A: Randaufkantung mit Maueranschluss  B: Abdichtung bis Attikaabdeckung

 

Die Randaufkantung inklusive Maueranschluss kann nur wenige Zentimeter über dem fertigen Bodenbelag (Variante A) vorgesehen werden. Nach Belieben kann dies auch höher erfolgen, je nachdem, wie stark die Aufkantung der Witterung ausgesetzt ist. Maueranschlüsse neigen mit der Zeit dazu, undicht zu werden. Es kann vorgesorgt werden, indem laut Grafik (Variante B) vorgegangen und die Abdichtung bis unter das Blech der Attikaabdeckung gezogen wird.

Die vertikale Fläche der Abdichtung an der aufgehenden Wand ist die Randaufkantung. Sie wird in m² verrechnet.

Unter Maueranschluss versteht man das Profil, an dem die Abdichtung (Dachhaut) befestigt wird. Profile werden pro Meter (Laufmeter) verrechnet.

 

Bitumen Abdichtungen

Abdichtungen mit Bitumenprodukten auf Terrassen und Flachdächern werden in der Regel zweilagig verlegt und vollflächig auf dem Untergrund verschweißt.

Bitumenabdichtungen werden vollflächig verschweißt. Sollte Wasser durch ein Loch in der Bitumenabdichtung dringen, so tritt es unweit der schadhaften Stelle an der Deckenunterseite aus. Die Suche nach der schadhaften Stelle ist somit wesentlich leichter, als bei PVC- Abdichtungen.
Bitumenabdichtungen sollten nur auf trockenen Untergründen verlegt werden:

  • Betondecken müssen mindestens einen Monat alt und trocken sein,
  • Verlegung ist nur bei trockenem Wetter möglich.

 

Arten der Verlegung

 Quelle: Bauplus – Bruneck

Bei den Verlegungsarbeiten unterscheidet man folgende Verfahren:

Schweißverfahren

Beim Schweißverfahren wird durch die Anwendung eines Propanbrenners die Unterseite der Bitumenschweißbahn erhitzt und unter leichtem Druck (Fuß drückt auf die Rolle während der Verlegung) mit dem Untergrund vollflächig verbunden.

Geringe Feuchtigkeit der Untergrundoberfläche lässt sich mit diesem Verfahren während der Verlegung trocknen.

Selbstklebeverfahren

Bei diesem Verfahren erfolgt die Verlegung kalt, also ohne Propanbrenner, Heißluftpistolen o.ä. Die verwendeten Bitumenbahnen sind auf der Unterseite mit einer selbstklebenden Bitumenmasse versehen. Vor dem Ausrollen wird die Abziehfolie entfernt und gleichzeitig ausgerollt.

Dieses Verfahren eignet sich im speziellen für die Holzbauweise oder auf solchen Baustellen, die einer höheren Brandgefahr ausgesetzt sind. Des Weiteren eignen sich selbstklebende Bitumenbahnen für die Verlegung auf z.B. hitzeempfindlichen Dammmaterialien. (Aufbau Warmdach)

Gießverfahren

Beim Gießverfahren wird vor dem Ausrollen der Bitumenbahnen, eine Bitumen-Heißklebemasse mit Hilfe einer Metallgießkanne auf den Untergrund gegossen. Mit diesem Verfahren werden jegliche Poren im Untergrund mit Flüssigbitumen ausgefüllt und es entsteht eine vollflächig absolut hohlraumfreie Verklebung der Bitumenbahn. Dieses Verfahren wird nicht mehr so oft angewendet, stellt jedoch eine sichere und langlebige Flachdachabdichtung dar.

Der Untergrund muss bei diesem Verfahren absolut trocken sein.

Bitumenbahnen werden direkt auf die saubere und trockene Betonplatte aufgetragen. Die Bitumen-Abdichtung sollte durch das Aufbringen eines Schutzbetons oder durch geeignete Schutzmatten gegen Beschädigungen geschützt werden. Dies kann folgendermaßen erfolgen:

  • Trennlage Vliesbahn + Trennlage Nylon + Schutzbeton
  • Dränmatte + Schutzbeton
  • Trennlage Nylon + Sandschüttung + Pflasterung

Da jedoch weitere Schichten notwendig sein können, z.B. die Dämmung, verweisen wir auf die Bauberatung Terrassen und Flachdächer.

Die Randaufkantung bei Bitumen-Abdichtungen erfolgt in identischer Ausführung wie die auf der horizontalen Fläche.

  • Voranstrich + zweilagige Verlegung und Verschweißung

Die Abdichtung mit Kunststoffdachbahnen ist in Südtirol die meist praktizierte Abdichtungsart. Grund dafür ist der meist an den Baustellen herrschende Termindruck, sodass die einmonatige Wartezeit für die Verlegung von Bitumenabdichtungen nicht hingenommen werden kann. In Tirol z.B. liegt die Tendenz eher in der Anwendung von Bitumenabdichtungen. Der Preis ist für beide Produkte ungefähr gleich.


 

Fugenbänder

Fugenbänder dienen der Abdichtung von Arbeitsfugen in der Betonbauweise und bieten Schutz gegen Wassereintritt.

Man unterscheidet:

Quellfugenband

Fugenband zwischen bereits betoniertem Fundament und aufgehender, zu betonierender Stahlbetonwand. Quellfugenbänder können auch in vertikalen Arbeitsfugen zwischen die unterschiedlichen Betonierabschnitte eingelegt werden. Quellbänder quellen schnell und stark an sobald sie mit Wasser in Kontakt kommen.

Anwendung:

  • für Erweiterungen, wo ein Betonbauteil bereits vorhanden ist
  • bei geringem Grundwasservorkommen

Blechfugenband

Dieses wird zur Hälfte in die Fundamentplatte bzw. in das erste zu betonierende Bauteil eingelegt. Die andere Hälfte reicht in die aufgehende Stahlbetonwand bzw. in das zweite zu betonierende Bauteil. Blechfugenbänder eignen sich zur Abdichtung von sowohl horizontalen, als auch von vertikalen Arbeitsfugen. Blechfugenbänder sind ca. 8cm- 10cm hoch. (gut bei mäßigem Wasserandrang) Blechfugenbänder lassen sich auch bei bestehenden oder bereits betonierten Betonbauteilen anwenden, indem in das bestehende Bauteil ein Schlitz eingeschnitten wird und in diesen das Blechfugenblech geklebt wird, gefolgt vom zweiten zu betonierenden Betonbauteil.

Anwendung:

  • in Arbeitsfugen von Betonbauteilen bei Neubauten
  • bei mäßigem Grundwasservorkommen

PVC-Fugenband

Auch nach dem Markenprodukt „Aquastop“ bezeichnet. Dieses wird zur Hälfte in die Bodenplatte einbetoniert und die obere Hälfte reicht in die aufgehende Stahlbetonmauer. PVC-Fugenbänder erhält man in unterschiedlichen Höhen ab 20cm. (geeignet bei starkem Wasserandrang und Grundwasservorkommen)

Anwendung:

  • in Arbeitsfugen von Betonbauteilen bei Neubauten
  • bei drückendem Grundwasser
Quelle: Bauplus


 

Hohlkehle

Eine Hohlkehle kommt an der Schnittkante zwischen Fundament und aufgehender Stahlbetonwand zu Anwendung. Dieser Punkt stellt einen Schwachpunkt im Hinblick auf eindringendes Wasser in die unterirdischen Stockwerken eines Gebäudes dar.

An dieser Stelle bedarf es einer gründlichen Abdichtung, zudem verhindert die Hohlkehle, dass sich Wasser an dieser empfindlichen Stelle sammeln kann. Die Ausführung erfolgt entweder mit einem wasserdichten Mörtel, der mit Bitumen überstrichen wird oder mit einer großzügigen Schicht der Bitumendickbeschichtung.

Eine sorgfältige Hohlkehlenabdichtung schließt die Anwendung von Fugenbändern nicht aus. Die Kombination beider Abdichtungsarten erhöht die Garantie für trockene Kellerräumlichkeiten.

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